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Initiative 18 unterzeichnet den Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien

20. März 2026Petra Küstner
Initiative 18 unterzeichnet den Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien

Initiative 18 unterzeichnet den Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien

Am 19. März 2026 hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien" veröffentlicht – und Initiative 18 ist von Beginn an dabei. Als Mitunterzeichnerin bekräftigt unsere Organisation, was zu ihrer Kernmission gehört: Freie, sichere und nachhaltige Medien sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen aktiv verteidigt werden.

Ein breites Bündnis für die Medienfreiheit

Der Appell vereint eine bemerkenswert breite Allianz aus Medien, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Neben dem MDR und allen ARD-Rundfunkanstalten haben unter anderem das ZDF, die Deutsche Welle, Deutschlandradio, der Österreichische Rundfunk, der Deutsche Journalisten-Verband, die Leipziger Volkszeitung, die Mitteldeutsche Zeitung, die Volksstimme, die Deutsche Nationalbibliothek, die HHL Leipzig Graduate School of Management, das European Centre for Press and Media Freedom, das International Press Institute Deutschland, die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte sowie Lie Detectors unterzeichnet. Dass sich Öffentlich-Rechtliche, Printmedien, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam hinter einem solchen Dokument versammeln, ist ein deutliches Zeichen.

Worum geht es im Appell?

Im Kern richtet sich der Appell an Medien, Institutionen, Politik und die gesamte Gesellschaft: Presse-, Rundfunk- und Informationsfreiheit sollen als gemeinsame Verpflichtung verstanden werden – nicht als Selbstverständlichkeit, die man für gegeben nehmen kann.

Der Text erinnert an historische Lehren: Sowohl der Nationalsozialismus als auch die DDR-Diktatur zeigen, wie Medien instrumentalisiert werden können, um die öffentliche Meinungsbildung zu manipulieren. Doch der Appell verweist nicht nur auf die Vergangenheit – er benennt auch die Herausforderungen der Gegenwart. Intransparente Algorithmen globaler Digitalkonzerne bestimmen heute, welche Themen und Perspektiven sichtbar werden. Extremismus, Polarisierung und das systematische Säen von Zweifeln greifen das Vertrauen in freie Medien an, oft auf subtile Weise. Der Appell fasst es klar zusammen: „Wer Medien und Informationsfreiheit angreift, greift das demokratische Gemeinwesen an."

MDR-Intendant Ralf Ludwig beschreibt die Initiative als „Aufruf zur Wachsamkeit und Einladung zur gemeinsamen Verantwortung". Er betont, dass freie Medien die Grundlage einer ausgewogenen öffentlichen Meinungsbildung seien – auf Basis geprüfter Fakten und unterschiedlicher Perspektiven.

Warum Initiative 18 unterzeichnet hat

Für Initiative 18 ist die Teilnahme am Leipziger Appell eine konsequente Fortsetzung ihrer Arbeit. Unser Einsatz für die Anerkennung freier, sicherer und nachhaltiger Medien als eigenständiges UN-Nachhaltigkeitsziel fußt auf genau jenen Werten, die der Appell formuliert: Medienfreiheit ist keine isolierte Forderung, sondern untrennbar verbunden mit demokratischer Teilhabe, Meinungsvielfalt und dem Schutz des öffentlichen Diskurses.

Der Entstehungskontext des Appells unterstreicht seine Bedeutung: Der MDR hat ihn im Rahmen seiner Auszeichnung als „Ort der deutschen Demokratiegeschichte" durch die gleichnamige Stiftung initiiert – ein symbolisch starker Rahmen für ein Dokument, das in die Zukunft gerichtet ist.

Jetzt unterzeichnen

Der Appell ist offen für weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus Medien, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. Den vollständigen Text sowie die Möglichkeit zur Unterzeichnung finden Sie auf der Website des MDR unter mdr.de/leipziger-appell.

Quelle: MDR-Pressemitteilung vom 19. März 2026, mdr.de